Erfolgreiches Obstbaum veredeln

Wie veredelt man erfolgreich Obstbäume?

Dass Obstbäume veredelt werden können, ist nur den wenigsten Gartenbesitzern bekannt. Und noch weniger trauen sich an diese Art der Veredlung. Dabei ist das Obstbaum veredeln weniger kompliziert, als das Veredlungsverfahren bei Rosen.

Wer einen Garten mit einem alten Baumbestand hat, kennt vielleicht folgendes: In dem Garten befindet sich ein Obstbaum mit sehr gut schmeckenden Früchten. Leider ist er schon recht alt und niemand kann sagen, wie die Obstsorte heißt. Dann bekommt man den Tipp, den Obstbaum zu veredeln. Doch wie geht das?

Das Veredeln von Obstbäumen ist schon sehr alt und war bereits 1000 Jahre vor Christus den Phöniziern bekannt. Veredlung bedeutet eine ungeschlechtliche Vermehrung und ist bei Obstbäumen deshalb beliebt, da nur in seltenen Fällen aus dem Samen der Bäume eine wirkliche Vermehrung stattfindet. Im Übrigen wird erreicht, dass der Baum langsamer wächst, aber dafür eher Früchte trägt.

Der richtige Zeitpunkt zum Veredeln von Obstbäumen

Das Veredeln von Obstbäumen an sich sollte im Frühjahr vorgenommen werden. Da der Saftdruck im Frühjahr seinen Höchststand hat, ist es leichter, den zu pfropfenden Zweig unter die Rinde zu schieben zum Beispiel beim Pfropfen. Die Zweige des zu veredelnden Obstbaumes sollten aber bereits im Dezember oder Januar abgeschnitten werden. Damit die Zweige nicht vortreiben bzw. verdorren, legt man sie in ein Kühlhaus.

Das Verfahren zum Veredeln von Obstbäumen

Die einfachste und die am meisten Erfolg versprechende Methode zum Veredeln von Obstbäumen ist das „Pfropfen hinter die Rinde“. Dazu benötigt man Zweige des Baums, den man vermehren möchte und eine Wurzel eines artverwandten Baums. Dabei bestimmt die Wurzelgröße die spätere Größe des Obstbaumes und teilweise auch die zu erwartende Größe der Früchte. Weiter wird ein scharfes Pfropfmesser, kalt streichbares Baumharz und etwas Bast benötigt.

Obstbaum Zeitpunkt veredeln richtig wählen

Je nach Jahreszeit gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Veredeln von Obstbäumen. Am bekanntesten ist der Kopulationsschnitt (Februar bis April). Hierzu sind der zu veredelnde Obstzweig und die Wurzel gleich stark vom Umfang. Beides wird flach keilförmig geschnitten und deckungsgleich aufeinander gepresst. Dann wird etwas Baumharz um die Veredelungsstelle geschmiert und zum Halt Bast darum gewickelt. In den folgenden Monaten sorgt man für reichlich Wasser und schneidet wachsende Triebe aus der Wurzel weg. Denn diese stehlen die Nährstoffe dem zu veredelnden Zweig.

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Eine weitere Möglichkeit zum Obstbaum veredeln ist das Pfropfen. Diese Methode eignet sich besonders für eine Veredelung alter Obstbäume und wird in der Zeit von Ende April bis Mitte Mai. Zu diesem Zeitpunkt löst sich die Rinde sehr gut. Und genau das ist für das Pfropfen wichtig. Dazu schneidet man die Zweige wie bei der Methode der Kopulation zu. Nun wird an den Aststümpfen des alten Baums die Rinde etwas gelöst und man schiebt den Keil des zu veredelnden Zweiges fast ganz dahinter. Die Stelle wird nun mit Baumharz verschmiert und mit Bast umwickelt.

Wer etwas mehr Erfahrungen mit dem Veredeln von Obstbäumen hat, sollte es mit der Veredelung mehrerer unterschiedlicher Sorten auf einer Wurzel ausprobieren.

Fazit:

Obstbaum veredeln im eigenen Garten macht Spaß.

Neues zu versuchen und zu Entdecken ist immer eine Herausforderung.

 

 

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/3215/

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