Wissenswertes über Rasen und Rasen erneuern

Rasen

Der Rasen ist im Unterschied zu einer Wiese ein regelmäßig gemähtes Stück mit Gras. In jedem Garten und auf jedem Grundstück befindet sich zumeist ein Rasen. Dieser sieht durch den gepflegten Schnitt immer ordentlich und schön aus, fast wie ein grüner Teppich. Damit das so bleibt, muss der Rasen allerdings gepflegt werden.

Den Rasen pflegen

Da ist es oft mit der Mahd nicht getan. Viele Rasenmäher haben gleich einen Auffangkorb, früher musste man das abgeschnittene Gras zusammenrechen und entsorgen. Denn wenn dieses liegen bleibt, bekommen die Rasenpflanzen keine Luft. Außerdem sollte man düngen und auch vertikutieren, also lüften. Dafür gibt es spezielle Geräte. So werden Moos und andere Rückstände entfernt, und die Pflanzen können wieder atmen. Das Vertikutieren erfolgt meist im Frühling nach der ersten Mahd. Danach muss gedüngt werden, und gegebenenfalls kahle Stellen durch Nachsaat aufgefrischt werden.

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kann auch schön sein

Rasen gießen?

Das Sprengen des Rasens, also die künstliche Bewässerung in regenarmen Zeiten sollte nur erfolgen, wenn dies unbedingt notwendig ist. Hat man im Sommer das Gras recht kurz geschnitten, und dann folgt lange kein Regen, sondern die Sonne scheint ungehindert auf den Rasen, „verbrennt“ dieser zu trocknen, gelben Halmen, die nicht schön aussehen. Hier ist es angebracht, in den Abendstunden mit der Kanne oder dem Schlauch zu gießen. Durch die kühlen Nachttemperaturen sollte sich der Rasen dann wieder erholen.

Auch gibt es Rasenflächen, die nicht wie zu Hause zum schönen Aussehen gepflegt werden, sondern zu bestimmten Sportarten gehören, wie Golfrasen oder auch ein Fußballplatz. Hier werden besondere Anforderungen an das Gras und die Pflege gestellt. Wird der Rasen neu angelegt, kann man mit der Sorte des Samens Einfluss darauf nehmen, oder der Rasen möglichst gleichmäßig aussehen soll, oder mit Blättern, etwa als Kaninchenfutter durchsetzt sein soll. Inzwischen gibt es Rollrasen, der nach dem Hausbau aufgebracht wird, und sofort aussieht, als wäre er schon Jahre alt.

 

 

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Die Wahl des Rasens

Der erste Schritt, bevor Sie einen neuen Rasen starten, ist die Auswahl des Grassamens und des Bodens. Welche Anforderungen muss Ihr grüner Teppich erfüllen?
Wird er den ganzen Tag von der Sonne beschienen? Hat er Schattenbereiche? Welchen Untergrund gibt es? Und wollen Sie einen reinen Zierrasen, eine Blumenwiese oder einen Sportrasen?
Um den Boden für einen neuen Rasen vorzubereiten, muss die Fläche mindestens zehn bis 15 cm tief umgegraben werden. Normalerweise reichen Spaten und Rechen, größere Areale bearbeiten Sie am besten mit einer Motorhacke. Diese Geräte können Sie in Baumärkten oder im Geräteverleih mieten.
Jetzt treffen Sie die Entscheidung: Roll-bzw. Fertigrasen oder lieber selbst aussähen?

 

Fertigrasen/Rollrasen

Am Liefertag sollte der Boden zuvor gut gewässert, aber nicht matschig sein.
Für den angelieferten Rasen gilt: Nicht älter als 24 Stunden nach dem er abgetragen wurde.
Warum? Weil der Rollrasen sich erwärmt und anfängt, sich biologisch abzubauen.
Untersuchen Sie den Rasen bevor er abgeladen wird. Der Rasen sollte grün und die Erde feucht sein, Schütteln Sie einen Teil, um sicher zu sein, dass er nicht auseinander fällt. Wenn Ihnen das Aussehen nicht gefällt, weigern Sie sich die Lieferung zu akzeptieren und senden Sie sie zurück.

In der Regel wird der Rasen auf Paletten transportiert, jede trägt 50 bis 75 Quadratmeter. Eine Rolle wiegt etwa 15 kg. Bitten Sie den Fahrer, die Paletten an Ort und Stelle
rund um Ihre Immobilie bzw. die zu belegende Fläche abzuladen.
Die Fläche sollte ca. 5 cm unter dem Niveau der Ränder liegen, also vorher muss die Erde abgetragen sein.

Auslegen

Jetzt suchen Sie sich die längste Gerade (meistens entlang eines Weges)und rollen ihren grünen Teppich aus. Dadurch, dass Sie die Fläche ein wenig ausgekoffert haben, gibt es jetzt schöne glatte Übergänge zu den Randbereichen. Bahn für Bahn wird das Gras nun ausgerollt. Legen Sie die einzelnen Bahnen versetzt, ähnlich wie bei einer Ziegelmauer, damit vermeiden Sie Löcher und hässliche Übergänge. Während des Ausrollens legen Sie sich bitte immer ein Brett unter die Füße (so ca. 0,50 mal 1,00 Meter).Denn ihr neuer grüner Teppich könnte sonst auseinander getreten werden. Er hat schließlich noch keinen Wurzelhalt im Boden.
An Ecken und Enden verwenden Sie ein großes Messer und schneiden damit die Kanten zu. Vermeiden Sie kleine Streifen in den äußeren Bereichen, da diese die Feuchtigkeit schlecht speichern können und in den meisten Fällen absterben. Sollte ihr Grundstück eine leichte Hanglage haben, dann verlegen Sie die Rollen immer quer zum Hang, um ein Abrutschen der Grassoden zu verhindern.
Nach dem Auslegen, rollen Sie die gesamte Fläche mit einer Rasenwalze (erhältlich bei Maschinen-und Gartenmärkten). Diese wird mit Wasser gefüllt und drückt die Soden fest an die Erde, damit die Wurzeln Kontakt zum Boden bekommen.

Bewässern

Jetzt heißt es gründlich wässern, damit das Wasser auch den Boden unter den Grasbahnen erreicht
Lassen Sie den Rasen austrocknen, beginnt er zu schrumpfen und es entstehen hässliche Lücken. Gönnen Sie ihrem neuen Teppich ungefähr drei Wochen zur Eingewöhnung, damit er sich gut verwurzeln kann. Selbstverständlich können Sie ihn begehen, aber bitte noch kein Fußballspiel anpfeifen!

Preise für Rollrasen

Bei entsprechenden Händlern und in diversen Baumärkten können Sie ihren Fertigrasen bestellen. Der Quadratmeter kostet zwischen
6 und 9 Euro. Transportieren Sie ihn bitte nicht in ihrem Auto! Rollrasen wird feucht gehalten, also besser einen Anhänger mieten. Ratsamer ist es einen Lieferservice in Anspruch zu nehmen. Hier richtet sich der Preis nach Liefermenge und Anfahrtsweg. Ein Beispiel: ca. 45 km und 50qm Rasen ca. 120 Euro.
Wenn Sie ihn nicht selbst verlegen wollen: Der Gärtner bringt alle Werkzeuge mit, seine Arbeit wird mit 10 – 12 Euro pro Quadratmeter vergütet.

Einen neuen Rasen säen

Gründliche Vorbereitung des Standorts ist der Schlüssel zur Schaffung eines
gesunden Rasen. Achten Sie bei Ihrer Planung auf eine gute Vorbereitung des Bodens. Auch hier sollte der Boden mit einer Motorhacke oder einem Spaten umgegraben werden, dabei entfernen Sie Steine und auch alle tiefwurzelnden Unkräuter. Sollte ihr Boden zu lehmhaltig sein, arbeiten Sie bei den Vorbereitungen Sand mit ein.

Tipp: Nehmen Sie ein wenig Erde in die Hand und versuchen einen Kloss zu formen. Behält er diese Form, dann ist der Boden lehm/tonhaltig.

Drei Wochen vor dem Säen sollten Sie mit den Vorbereitungen beginnen.

Den Boden vorbereiten

Der beste Boden für einen gesunden Rasen ist ein gut drainierter, sandiger Lehmboden. Wenn zu wenig Mutterboden da ist und auch aus anderen Bereichen des Gartens nichts zugeführt werden kann, dann können Sie guten Mutterboden auch in Garten-Centern kaufen. Verteilen Sie den Boden gleichmäßig, harken Sie alles zu einer ebenen Fläche und fahren dann mit einer Gartenwalze darüber. Der Boden sollte fest aber nicht verdichtet sein.

Düngen

Eine Woche, bevor Sie die Samen säen, bringen Sie eine Handvoll Rasen-Starterdünger pro Quadratmeter aus. Alles ca. 1-2cm einharken.
Falls der Boden sauer ist (Testsets gibt es im Gartencenter) sollten Sie noch Kalk ausbringen.

Aussaat

Die beste Zeit des Jahres, um Gras zu säen, ist von Anfang April bis Anfang Mai, bzw. von Mitte August bis Anfang September. Der im Frühjahr gesäte Rasen wird stark durch das Wetter beeinflusst, wenn es zu kühl ist, verzögert sich die Keimung.
Im Sommer kann es zu trocken sein und es muss regelmäßig gewässert werden.
Wählen Sie einen Tag –wie sagt man im Wetterbericht immer so schön- der heiter bis wolkig ist. Denn pralle Sonne tut Ihnen und der Aussaat nicht gut. Am besten benutzen Sie einen sogenannten Streuwagen, dieser verteilt das Saatgut gleichmäßig. Damit können Sie auch später Dünger ausbringen.
Mischen Sie den Grassamen gut durch. Sie können auch etwas scharfen Sand (Baumarkt)darunter mischen, dann verteilt sich alles noch besser. Im Handel gibt es seit kurzem grün eingefärbten Samen. Das soll verhindern, dass Vögel ihre Neuanlage nicht als gedeckten Tisch betrachten.
Die Aussaat sollte nicht zu dicht sein, das ergibt eine lückenhafte Keimung, zu dünne Aussaat erfordert eine Nachsaat. Nach getaner Arbeit harken Sie alles leicht ein.
Um Schutz kommen trotzdem nicht herum, am besten Sie spannen ein dünnes Netz über die Fläche.

Der Samen keimt

Nach 7-21 Tagen beginnen die Samen zu keimen. Die Sämlinge sind sehr empfindlich gegen Trockenheit, Sie sollten sie also gut wässern. Bitte aber kein Sumpfbeet daraus machen! Wenn der neue Rasen ca. 5cm hoch ist, schneiden Sie ihn das erste Mal. Jetzt kommt es auf Regelmäßigkeit an. Die nächsten 2-4 Schnitte sollten in kurzen Abständen(je nach Witterung)von 5-6 Tagen erfolgen.
Viele der Unkräuter, wie Gänsefuß, Vogelmiere, Kamille und Hirtentäschel überleben eine regelmäßige Mahd nicht. Mehrjährige Unkräuter wie Löwenzahn und Hahnenfuß müssen Sie per Hand entwurzeln.

Tipp: Maulwurfshügel sind ärgerlich, aber der samtige Buddelmeister steht unter Naturschutz. Also bitte nicht töten, sondern nur vertreiben. Besser noch ihn fernhalten. Und das geht mit einem Maulwurfsnetz. Bei Neuanlage eines Rasens wird das Netz vor dem Aussäen in einer Tiefe von ca. 10cm in das Erdreich verlegt. Bei Rollrasen kommt es als Schutzschicht direkt unter die Rasenfläche. Alternativ können Sie das Netz auch rundherum um Ihren Garten vertikal einarbeiten.

Die Gänge eines Maulwurfbaus befinden sich in der Regel 40cm bis 80cm unter der Erdoberfläche. In den Wintermonaten können die Gänge sogar bis zu 100cm tief liegen. Wird der Maulwurf am Bau eines Gangsystems durch das Netz gehindert, verlässt er dauerhaft die geschützte Gartenfläche und Ihr Garten bleibt frei von Maulwurfschäden! Übrigens: Auch den Wühlmäusen dürfte der Einzug schwerfallen. )

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/13221/
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